Eberesche Edulis
Sorbus aucuparia 'Edulis'
Nächste Lieferung: 2. November bis 15. Dezember
Sorgfältig von Hand verpackt – mit Ballentuch geschützte Wurzeln
Wurzelnackte Ware und Topfware im saisonalen Versand
Ab 150 € innerhalb Deutschlands versandkostenfrei
Sonst 8,50 € pro Lieferung
EU-weiter Versand ab 200 € versandkostenfrei
Sonst 25,00 € · Mindestbestellwert 150 €
Beschreibung
Die Eberesche 'Edulis' wächst als Großbaum auf etwa 15 Meter heran und braucht rund 6 Meter Standfläche. Sie geht auf einen einzelnen Baum zurück, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts in den Bergen Nordmährens auffiel, weil seine Beeren nicht herb schmeckten – der Bitterstoff, der wilde Vogelbeeren ungenießbar macht, fehlt dieser Form fast ganz. Beschrieben hat sie zuerst der Forstbeamte Franz Kraetzl, 1885; 1887 kam sie als 'Edulis' in den Handel, und 1890 widmete Kraetzl ihr eine eigene Schrift. Um 1900 förderte das k. k. Ackerbauministerium ihren Anbau mit Zuschüssen und wollte sie sogar in den Schulgärten sehen. 1904 sprach im badischen Landtag ein Abgeordneter aus dem Schwarzwald für sie: ein Baum für die höher gelegenen, obstarmen Gegenden, in denen sonst nichts mehr trägt.
Geblüht wird im Mai, 3 Wochen lang. Die einzelne Blüte ist keinen Zentimeter breit, aber 200 und mehr stehen in einer flachen cremeweißen Dolde. Fruchten wird der Baum nur, wenn ein zweiter in Reichweite steht – eigener Pollen genügt den Ebereschen nicht. Geerntet wird ab August, über 3 Wochen. Die Beeren sind 1 bis 1,5 Zentimeter groß, unreif orange, vollreif glänzend scharlachrot mit hellgelben Punkten. Sie schmecken süßsauer statt herb und erinnern im Aroma an Preiselbeeren – roh essbar, wenn auch ausgesprochen sauer. Wann gepflückt wird, entscheidet, was daraus wird: Ende August bis Mitte September sind die Früchte fest und säurereich und geben das beste Gelee, Kompott und Fruchtmark; die Vollreife folgt etwa 4 Wochen später und liefert Saft und Likör; beim Brennen gibt dieselbe Menge Maische bis zu 4,7 Liter reinen Alkohol, für gewöhnliche Vogelbeeren werden 2 angesetzt. Getrocknet halten die Beeren den Winter über. Der Ertrag lässt auf sich warten: Vom 5. Standjahr an sind einige Kilogramm zu erwarten, der volle Ertrag kommt erst ab dem 10.
Für Vögel ist die Eberesche eines der ergiebigsten heimischen Gehölze: In einer Erhebung an mitteleuropäischen Waldbeständen wurden an ihr 63 Vogelarten gezählt, mehr als an jedem anderen dort untersuchten Gehölz. Amseln, Sing- und Misteldrosseln, Stare und Gimpel gehen an die Beeren, im Winter auch Seidenschwänze; dazu Siebenschläfer, Haselmaus und Rötelmaus. An den Blättern fressen die Raupen von Frostspanner und Weißdornspinner, ohne dass die Art als anfällig gilt. Und weil die gefiederten Blätter klein sind, kommt viel Licht durch die Krone – gemessen bis zu 40 Prozent, wo unter großblättrigen Bäumen oft nur 5 Prozent ankommen. Unter ihr wächst darum mehr als unter den meisten Bäumen ihrer Größe.
Weiterlesen
Weniger anzeigen
Die Eberesche 'Edulis' wächst als Großbaum auf etwa 15 Meter heran und braucht rund 6 Meter Standfläche. Sie geht auf einen einzelnen Baum zurück, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts in den Bergen Nordmährens auffiel, weil seine Beeren nicht herb schmeckten – der Bitterstoff, der wilde Vogelbeeren ungenießbar macht, fehlt dieser Form fast ganz. Beschrieben hat sie zuerst der Forstbeamte Franz Kraetzl, 1885; 1887 kam sie als 'Edulis' in den Handel, und 1890 widmete Kraetzl ihr eine eigene Schrift. Um 1900 förderte das k. k. Ackerbauministerium ihren Anbau mit Zuschüssen und wollte sie sogar in den Schulgärten sehen. 1904 sprach im badischen Landtag ein Abgeordneter aus dem Schwarzwald für sie: ein Baum für die höher gelegenen, obstarmen Gegenden, in denen sonst nichts mehr trägt.
Geblüht wird im Mai, 3 Wochen lang. Die einzelne Blüte ist keinen Zentimeter breit, aber 200 und mehr stehen in einer flachen cremeweißen Dolde. Fruchten wird der Baum nur, wenn ein zweiter in Reichweite steht – eigener Pollen genügt den Ebereschen nicht. Geerntet wird ab August, über 3 Wochen. Die Beeren sind 1 bis 1,5 Zentimeter groß, unreif orange, vollreif glänzend scharlachrot mit hellgelben Punkten. Sie schmecken süßsauer statt herb und erinnern im Aroma an Preiselbeeren – roh essbar, wenn auch ausgesprochen sauer. Wann gepflückt wird, entscheidet, was daraus wird: Ende August bis Mitte September sind die Früchte fest und säurereich und geben das beste Gelee, Kompott und Fruchtmark; die Vollreife folgt etwa 4 Wochen später und liefert Saft und Likör; beim Brennen gibt dieselbe Menge Maische bis zu 4,7 Liter reinen Alkohol, für gewöhnliche Vogelbeeren werden 2 angesetzt. Getrocknet halten die Beeren den Winter über. Der Ertrag lässt auf sich warten: Vom 5. Standjahr an sind einige Kilogramm zu erwarten, der volle Ertrag kommt erst ab dem 10.
Für Vögel ist die Eberesche eines der ergiebigsten heimischen Gehölze: In einer Erhebung an mitteleuropäischen Waldbeständen wurden an ihr 63 Vogelarten gezählt, mehr als an jedem anderen dort untersuchten Gehölz. Amseln, Sing- und Misteldrosseln, Stare und Gimpel gehen an die Beeren, im Winter auch Seidenschwänze; dazu Siebenschläfer, Haselmaus und Rötelmaus. An den Blättern fressen die Raupen von Frostspanner und Weißdornspinner, ohne dass die Art als anfällig gilt. Und weil die gefiederten Blätter klein sind, kommt viel Licht durch die Krone – gemessen bis zu 40 Prozent, wo unter großblättrigen Bäumen oft nur 5 Prozent ankommen. Unter ihr wächst darum mehr als unter den meisten Bäumen ihrer Größe.
Winterhärte
Zone 3: −40,0 bis −34,4 °C
Diese Pflanze ist sehr frostresistent und kommt mit harten Wintern gut zurecht.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Rosengewächse(Rosaceae)
- Gattung
- Mehlbeeren(Sorbus)
- Art-Syn.
- Vogelbeere, Europäische Vogelbeere, Gewöhnliche Vogelbeere, Vogelbeerbaum, Eberesche, Drosselbeere, Quitsche, Krametsbeere, Amselbeere, Ebisch
- Sorten-Syn.
- Moravica, Dulcis

