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Beschreibung
Die Purpurweide wächst als Großstrauch auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 2 Meter Standfläche. Zu Hause ist sie in fast ganz Europa außer Skandinavien und in Nordafrika, und durch das gemäßigte Asien reicht sie bis nach China. Seit jeher gehört sie dort zu den meistgenutzten Sträuchern: Mit ihren dünnen, zähen Ruten binden Winzer die Reben an, und für feine Korbarbeiten zählt sie zu den 3 wichtigsten Flechtweiden. Aus ihr sind eigene Flechtsorten hervorgegangen, in England etwa ’Dark Dicks’ und ’Light Dicks’, in Dänemark ’Carl Jensen’. Im Garten ist sie deshalb vor allem ein Rohstofflieferant: Jedes Jahr bodennah zurückgeschnitten, treibt sie in einer Saison rund 2 Meter lange neue Ruten – als einzige unserer Weiden eine ausgesprochene Flechtweide.
Ab März blüht sie für rund 3 Wochen, noch vor dem Laubaustrieb. Die Kätzchen sind schmal, 2 bis 5 Zentimeter lang und oft gekrümmt; an männlichen Pflanzen wirken sie zuerst rötlich überlaufen, weil die Staubbeutel vor dem Aufblühen purpurrot sind, und leuchten dann gelb auf. Geerntet wird bei ihr nicht Frucht, sondern Holz. Die Ruten schneidet man in der Saftruhe, vom Spätherbst bis zum Knospenaufbruch im Frühjahr, und nach dem ersten Standjahr zum ersten Mal bis zum Boden. Frisch geschnitten verarbeitet man sie am besten innerhalb weniger Monate; wer sie mit Rinde trocknen lässt, legt sie vor dem Flechten einige Tage ins Wasser, bis sie wieder biegsam sind. Ein jährlich geschnittener Stock bleibt über viele Jahre ertragreich, wenn eine Mulchdecke im Frühjahr das Unkraut fernhält, das ihn sonst eingehen lassen kann. Wegen ihres kräftigen Wurzelwerks pflanzt man sie auch an Böschungen und Bachufern gegen Abschwemmung. Ungeschnitten wächst sie zu einem lockeren, eleganten Strauch, dessen Blätter unterseits blauweiß schimmern.
Wie alle Weiden ist sie für Insekten ein früher Tisch: Die Kätzchen öffnen sich im März und April, bevor das Laub da ist, und bei Weiden tragen männliche wie weibliche Kätzchen zahlreiche Nektardrüsen. Es sind Pinselblumen mit halb verborgenem Nektar, an denen Bienen, Schwebfliegen und Falter Nahrung finden; Nektar und Pollen liefert die Purpurweide in guter Menge. An Weiden sammeln in Süddeutschland fast 60 Wildbienenarten, und 10 davon leben ausschließlich von ihnen, bis auf eine alle aus der Gattung der Sandbienen. An den blühenden Kätzchen saugen Eulenfalter wie die Graubraune Wegericheule und die Wiesenbuschmoor-Frühlingseule. Laub und Triebe fressen die Raupen des Großen Schillerfalters, der Zackeneule und des Palpenspinners, und die Raupe des Pappelschwärmers sucht bevorzugt Stockausschläge und junge Triebe – also genau das, was ein jährlich geschnittener Weidenstock nachschiebt.
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Die Purpurweide wächst als Großstrauch auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 2 Meter Standfläche. Zu Hause ist sie in fast ganz Europa außer Skandinavien und in Nordafrika, und durch das gemäßigte Asien reicht sie bis nach China. Seit jeher gehört sie dort zu den meistgenutzten Sträuchern: Mit ihren dünnen, zähen Ruten binden Winzer die Reben an, und für feine Korbarbeiten zählt sie zu den 3 wichtigsten Flechtweiden. Aus ihr sind eigene Flechtsorten hervorgegangen, in England etwa ’Dark Dicks’ und ’Light Dicks’, in Dänemark ’Carl Jensen’. Im Garten ist sie deshalb vor allem ein Rohstofflieferant: Jedes Jahr bodennah zurückgeschnitten, treibt sie in einer Saison rund 2 Meter lange neue Ruten – als einzige unserer Weiden eine ausgesprochene Flechtweide.
Ab März blüht sie für rund 3 Wochen, noch vor dem Laubaustrieb. Die Kätzchen sind schmal, 2 bis 5 Zentimeter lang und oft gekrümmt; an männlichen Pflanzen wirken sie zuerst rötlich überlaufen, weil die Staubbeutel vor dem Aufblühen purpurrot sind, und leuchten dann gelb auf. Geerntet wird bei ihr nicht Frucht, sondern Holz. Die Ruten schneidet man in der Saftruhe, vom Spätherbst bis zum Knospenaufbruch im Frühjahr, und nach dem ersten Standjahr zum ersten Mal bis zum Boden. Frisch geschnitten verarbeitet man sie am besten innerhalb weniger Monate; wer sie mit Rinde trocknen lässt, legt sie vor dem Flechten einige Tage ins Wasser, bis sie wieder biegsam sind. Ein jährlich geschnittener Stock bleibt über viele Jahre ertragreich, wenn eine Mulchdecke im Frühjahr das Unkraut fernhält, das ihn sonst eingehen lassen kann. Wegen ihres kräftigen Wurzelwerks pflanzt man sie auch an Böschungen und Bachufern gegen Abschwemmung. Ungeschnitten wächst sie zu einem lockeren, eleganten Strauch, dessen Blätter unterseits blauweiß schimmern.
Wie alle Weiden ist sie für Insekten ein früher Tisch: Die Kätzchen öffnen sich im März und April, bevor das Laub da ist, und bei Weiden tragen männliche wie weibliche Kätzchen zahlreiche Nektardrüsen. Es sind Pinselblumen mit halb verborgenem Nektar, an denen Bienen, Schwebfliegen und Falter Nahrung finden; Nektar und Pollen liefert die Purpurweide in guter Menge. An Weiden sammeln in Süddeutschland fast 60 Wildbienenarten, und 10 davon leben ausschließlich von ihnen, bis auf eine alle aus der Gattung der Sandbienen. An den blühenden Kätzchen saugen Eulenfalter wie die Graubraune Wegericheule und die Wiesenbuschmoor-Frühlingseule. Laub und Triebe fressen die Raupen des Großen Schillerfalters, der Zackeneule und des Palpenspinners, und die Raupe des Pappelschwärmers sucht bevorzugt Stockausschläge und junge Triebe – also genau das, was ein jährlich geschnittener Weidenstock nachschiebt.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Weidengewächse(Salicaceae)
- Gattung
- Weiden(Salix)
- Art-Syn.
- Purpur-Weide, Lamberts Weide, Pupurweide, Stein-Weide

