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Beschreibung
Der Europäische Wildapfel wächst als Großstrauch oder mittelhoher Baum auf etwa 10 Meter heran und braucht rund 8 Meter Standfläche. Heimisch ist er in fast ganz Europa, ostwärts bis an die Wolga und in den Kaukasus. Er ist die einzige Apfelart, die in Mitteleuropa von Natur aus wächst, und inzwischen die seltenste: Eine Zählung für Deutschland kam auf rund 5.500 Bäume in 250 Vorkommen, das nördliche Brandenburg gehört zu ihren wichtigen Generhaltungszentren. Am Kulturapfel hat er mitgebaut: Dessen Domestikation begann vor rund 4.000 Jahren in Zentralasien mit einer anderen Wildart, doch nach seiner Ankunft in Europa floss so viel Wildapfel ein, dass unsere Kultursorten ihm heute genetisch näherstehen als ihrem zentralasiatischen Ahnen. Das zahlt sich im Garten aus: Er blüht mit den Kultursorten und befruchtet sie. Als Partner passen Signe Tillisch, Aport und Roter Herbstkalvill, Boskoop taugt nicht.
Von April bis Mai öffnet er über etwa 3 Wochen weiße, außen rosa überlaufene Blüten, 3 bis 4 Zentimeter breit und zu wenigen an den beblätterten Kurztrieben. Ab September reifen daraus kugelige Äpfel von 2 bis 4 Zentimetern, gelbgrün und oft mit roter Backe. Die Ernte zieht sich über rund 3 Wochen, und wer mag, lässt die Früchte hängen, bis er sie braucht. Roh geben sie wenig her: hart, herb-sauer und stark adstringierend, das Fruchtfleisch so fest, dass die Art auch Holzapfel heißt. Gekocht oder gedörrt kehrt sich das Urteil um. Wildäpfel sind reich an Pektin und gelieren ohne Zusatz, sie bringen sogar das Gelee zum Stocken, das aus pektinarmen Früchten allein nicht fest wird. Dazu kommen Apfelmus und eingekochte Vorräte, ein Teil der Ernte lässt sich trocknen. Aus den Sämlingen zieht man seit jeher Unterlagen für Apfelveredelungen, und das harte Holz gibt Drechselarbeiten, Spielzeug und kleine Schnitzereien her.
Die Blüte ist eine Bienenweide. Als Raupenfutter dient der Wildapfel dem Obsthain-Blütenspanner, der auf wenige Gehölze festgelegt ist, dazu Blaukopf, Abendpfauenauge und Trauerwidderchen. Im Herbst sind die Früchte Nahrung für Vögel und Säugetiere, die zugleich die Samen forttragen. Die sperrige Verzweigung aus kurzen, spitz auslaufenden Seitentrieben macht ihn zu einer wehrhaften Heckenpflanze und gibt brütenden Vögeln Deckung, alte Exemplare bieten zahlreichen Tieren Brutstätte und Unterschlupf. Rund 100 Jahre kann er dafür stehen bleiben. In der Wildfruchthecke ist er damit weit mehr als ein Obstgehölz.
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Der Europäische Wildapfel wächst als Großstrauch oder mittelhoher Baum auf etwa 10 Meter heran und braucht rund 8 Meter Standfläche. Heimisch ist er in fast ganz Europa, ostwärts bis an die Wolga und in den Kaukasus. Er ist die einzige Apfelart, die in Mitteleuropa von Natur aus wächst, und inzwischen die seltenste: Eine Zählung für Deutschland kam auf rund 5.500 Bäume in 250 Vorkommen, das nördliche Brandenburg gehört zu ihren wichtigen Generhaltungszentren. Am Kulturapfel hat er mitgebaut: Dessen Domestikation begann vor rund 4.000 Jahren in Zentralasien mit einer anderen Wildart, doch nach seiner Ankunft in Europa floss so viel Wildapfel ein, dass unsere Kultursorten ihm heute genetisch näherstehen als ihrem zentralasiatischen Ahnen. Das zahlt sich im Garten aus: Er blüht mit den Kultursorten und befruchtet sie. Als Partner passen Signe Tillisch, Aport und Roter Herbstkalvill, Boskoop taugt nicht.
Von April bis Mai öffnet er über etwa 3 Wochen weiße, außen rosa überlaufene Blüten, 3 bis 4 Zentimeter breit und zu wenigen an den beblätterten Kurztrieben. Ab September reifen daraus kugelige Äpfel von 2 bis 4 Zentimetern, gelbgrün und oft mit roter Backe. Die Ernte zieht sich über rund 3 Wochen, und wer mag, lässt die Früchte hängen, bis er sie braucht. Roh geben sie wenig her: hart, herb-sauer und stark adstringierend, das Fruchtfleisch so fest, dass die Art auch Holzapfel heißt. Gekocht oder gedörrt kehrt sich das Urteil um. Wildäpfel sind reich an Pektin und gelieren ohne Zusatz, sie bringen sogar das Gelee zum Stocken, das aus pektinarmen Früchten allein nicht fest wird. Dazu kommen Apfelmus und eingekochte Vorräte, ein Teil der Ernte lässt sich trocknen. Aus den Sämlingen zieht man seit jeher Unterlagen für Apfelveredelungen, und das harte Holz gibt Drechselarbeiten, Spielzeug und kleine Schnitzereien her.
Die Blüte ist eine Bienenweide. Als Raupenfutter dient der Wildapfel dem Obsthain-Blütenspanner, der auf wenige Gehölze festgelegt ist, dazu Blaukopf, Abendpfauenauge und Trauerwidderchen. Im Herbst sind die Früchte Nahrung für Vögel und Säugetiere, die zugleich die Samen forttragen. Die sperrige Verzweigung aus kurzen, spitz auslaufenden Seitentrieben macht ihn zu einer wehrhaften Heckenpflanze und gibt brütenden Vögeln Deckung, alte Exemplare bieten zahlreichen Tieren Brutstätte und Unterschlupf. Rund 100 Jahre kann er dafür stehen bleiben. In der Wildfruchthecke ist er damit weit mehr als ein Obstgehölz.
Winterhärte
Zone 4: −34,4 bis −28,9 °C
Diese Pflanze ist robust und toleriert starke Fröste zuverlässig.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Rosengewächse(Rosaceae)
- Gattung
- Äpfel(Malus)
- Art-Syn.
- Wild-Apfel, Holzapfel, Wildapfel, Krabapfel, Holz-Apfel, Holz-Apfelbaum

