Haselnuss Webb’s Preisnuss
Corylus avellana × maxima 'Webb’s Preisnuss'
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Beschreibung
Die Haselnuss 'Webb's Preisnuss' wächst als Großstrauch auf etwa 5 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche; ausgelesen hat sie ein Züchter namens Webb im englischen Calcot. In England ist sie geblieben, was sie dort seit dem 19. Jahrhundert ist: die verbreitetste Fruchthasel des Landes. Ihr Ruf hängt daran, dass beides zusammenkommt: Die Nüsse sind groß, und der Strauch kommt schon jung in Ertrag und bleibt dann ergiebig. Dazu reift sie sehr einheitlich, was bei einer Gattung, die sonst nach und nach abgibt, die Ernte erheblich vereinfacht. Ihre Spuren hat sie außerdem in der Züchtung hinterlassen: Zusammen mit der Halleschen Riesennuss steht sie am Anfang vieler neuerer Haselsorten, die beide als Eltern führen.
Die Blüte beginnt im März und dauert etwa 3 Wochen; die Kätzchen sind schon den Winter über zu sehen und dabei graugrün. Ab September reifen die Nüsse, Mitte bis Ende des Monats, und nach gut 2 Wochen ist die Ernte vorbei. Die Nuss wird 3 Zentimeter lang, ist länglich eiförmig bis oval und hellbraun, wiegt knapp 3 Gramm, und 46 Prozent davon sind Kern – der Geschmack gilt als sehr gut. Woran man den Typ erkennt: Die Hülle ist sehr lang, tief geschlitzt und einseitig eingeschnitten, sie umschließt die Nuss also weit über deren Ende hinaus. Sie ist es auch, die den Zeitpunkt anzeigt: Sobald sie sich gelb färbt, lösen sich die Nüsse und fallen von selbst, und man liest sie unter dem Strauch auf. Weil alles zugleich so weit ist, geht das in einem Durchgang; was in einem Zug hereinkommt, muss allerdings auch in einem Zug getrocknet werden. Trocken und in der Schale halten die Nüsse dann über Monate. Frisch aus der Hand gegessen sind sie am besten – dafür ist die Sorte in England seit jeher da. Ein Vorbehalt gehört dazu, und er kommt aus dem Erwerbsanbau: Dort gilt sie als anfällig für Bakteriosen. Im bayerischen Sortenversuch ist sie deshalb aus der Wertung gefallen, und als Bestäuberin für größere Anlagen wird sie nicht mehr empfohlen, weil sich die Krankheit über eine ganze Pflanzung ausbreiten kann.
Ihren ökologischen Wert hat diese Sorte vor allem in der Menge des Pollens: Sie bildet auffällig viele männliche Kätzchen, mehr als die meisten anderen Haselsorten. Dazu kommt, dass sie spät dran ist: Wenn die früh blühenden Haseln längst durch sind, stäubt sie noch. Bestäubt wird über den Wind, gesammelt wird er von den Bienen. Später im Jahr hängen die Nüsse zu mehreren in großen Büscheln beieinander, und was nicht geerntet wird, nehmen Vögel und Kleinsäuger.
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Die Haselnuss 'Webb's Preisnuss' wächst als Großstrauch auf etwa 5 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche; ausgelesen hat sie ein Züchter namens Webb im englischen Calcot. In England ist sie geblieben, was sie dort seit dem 19. Jahrhundert ist: die verbreitetste Fruchthasel des Landes. Ihr Ruf hängt daran, dass beides zusammenkommt: Die Nüsse sind groß, und der Strauch kommt schon jung in Ertrag und bleibt dann ergiebig. Dazu reift sie sehr einheitlich, was bei einer Gattung, die sonst nach und nach abgibt, die Ernte erheblich vereinfacht. Ihre Spuren hat sie außerdem in der Züchtung hinterlassen: Zusammen mit der Halleschen Riesennuss steht sie am Anfang vieler neuerer Haselsorten, die beide als Eltern führen.
Die Blüte beginnt im März und dauert etwa 3 Wochen; die Kätzchen sind schon den Winter über zu sehen und dabei graugrün. Ab September reifen die Nüsse, Mitte bis Ende des Monats, und nach gut 2 Wochen ist die Ernte vorbei. Die Nuss wird 3 Zentimeter lang, ist länglich eiförmig bis oval und hellbraun, wiegt knapp 3 Gramm, und 46 Prozent davon sind Kern – der Geschmack gilt als sehr gut. Woran man den Typ erkennt: Die Hülle ist sehr lang, tief geschlitzt und einseitig eingeschnitten, sie umschließt die Nuss also weit über deren Ende hinaus. Sie ist es auch, die den Zeitpunkt anzeigt: Sobald sie sich gelb färbt, lösen sich die Nüsse und fallen von selbst, und man liest sie unter dem Strauch auf. Weil alles zugleich so weit ist, geht das in einem Durchgang; was in einem Zug hereinkommt, muss allerdings auch in einem Zug getrocknet werden. Trocken und in der Schale halten die Nüsse dann über Monate. Frisch aus der Hand gegessen sind sie am besten – dafür ist die Sorte in England seit jeher da. Ein Vorbehalt gehört dazu, und er kommt aus dem Erwerbsanbau: Dort gilt sie als anfällig für Bakteriosen. Im bayerischen Sortenversuch ist sie deshalb aus der Wertung gefallen, und als Bestäuberin für größere Anlagen wird sie nicht mehr empfohlen, weil sich die Krankheit über eine ganze Pflanzung ausbreiten kann.
Ihren ökologischen Wert hat diese Sorte vor allem in der Menge des Pollens: Sie bildet auffällig viele männliche Kätzchen, mehr als die meisten anderen Haselsorten. Dazu kommt, dass sie spät dran ist: Wenn die früh blühenden Haseln längst durch sind, stäubt sie noch. Bestäubt wird über den Wind, gesammelt wird er von den Bienen. Später im Jahr hängen die Nüsse zu mehreren in großen Büscheln beieinander, und was nicht geerntet wird, nehmen Vögel und Kleinsäuger.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Birkengewächse(Betulaceae)
- Gattung
- Haseln(Corylus)
- Art-Syn.
- Lambertshasel, Lambertsnuss, Zellernuss
- Sorten-Syn.
- Webb's Prize Cob

