Haselnuss Hallesche Riesen
Corylus avellana 'Hallesche Riesen'
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Beschreibung
Die Haselnuss 'Hallesche Riesen' wächst als Großstrauch auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche; die Art ist in ganz Europa und bis nach Kleinasien zu Hause. Aus ihr ist diese Sorte über mehrere Stationen hervorgegangen, und alle sind datiert: 1757 zog Pastor Henne im sächsischen Gunsleben einen Sämling, die 'Gunslebener Zellernuss'. Aus deren Nachzucht wählte C. G. Büttner in Halle an der Saale 1788 die Pflanze aus, die seither seinen Ort im Namen trägt – und den Riesen für die Nuss. Damit gehört sie zu den ältesten deutschen Haselnusssorten, die noch gehandelt werden. Gehalten hat sie sich aus gutem Grund: Sie ist sehr widerstandsfähig gegen die Knospengallmilbe, und sie blüht lange genug, um in Sortenversuchen als Bestäuber für andere Sorten empfohlen zu werden. Für spätfrostgefährdete Lagen bis 700 Meter Höhe steht sie dort ebenso auf der Liste wie für die besten Standorte.
Die Blüte beginnt im März und dauert etwa 3 Wochen. Ab Mitte September reifen die Nüsse, und nach gut 2 Wochen ist die Ernte vorbei – unter den Haselnüssen ist das mittelspät. Woran man den Zeitpunkt erkennt: Die Hülle verfärbt sich gelb, und dann fällt die Nuss von selbst. Die Nuss ist sehr groß, 2,2 Zentimeter, unregelmäßig breit bis kegelförmig, gerieft und hell- bis dunkelbraun, mit einer großen flachen Schildfläche am Grund; eine tief eingeschnittene Hülle umschließt sie. Vom Gewicht bleiben 43 Prozent als Kern übrig, der Rest ist Schale. Man legt deshalb ein Netz unter den Strauch und schüttelt nach, was noch hängt. Wer länger als ein paar Monate lagern will, muss trocknen – ungetrocknet halten sich die Nüsse in feuchtem Sand rund 4 Monate. Aus den Kernen wird ein feines Öl gepresst, das an den Salat kommt. Beim Ertrag sollte man nicht zu viel erwarten: Er gilt als mittelhoch, und darin liegt die Stärke dieser Sorte nicht.
Ökologisch trägt die Hasel zuerst mit dem Laub. Es ist Raupenfutter für zahlreiche Schmetterlinge, und weil ein Großstrauch davon reichlich hat, hängt an ihm mehr Leben als an manchem Baum. Dazu kommt die Blüte: Sie zieht sich über etwa 3 Wochen, und diese Länge ist der Grund, warum die Sorte als Bestäuber gilt – für Bienen bedeutet sie Pollen nicht an einem Tag, sondern über Wochen. Und am Ende stehen die Nüsse, die Eichhörnchen und Vögel gleichermaßen holen. Was übrig bleibt und liegen bleibt, keimt im Frühjahr.
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Die Haselnuss 'Hallesche Riesen' wächst als Großstrauch auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche; die Art ist in ganz Europa und bis nach Kleinasien zu Hause. Aus ihr ist diese Sorte über mehrere Stationen hervorgegangen, und alle sind datiert: 1757 zog Pastor Henne im sächsischen Gunsleben einen Sämling, die 'Gunslebener Zellernuss'. Aus deren Nachzucht wählte C. G. Büttner in Halle an der Saale 1788 die Pflanze aus, die seither seinen Ort im Namen trägt – und den Riesen für die Nuss. Damit gehört sie zu den ältesten deutschen Haselnusssorten, die noch gehandelt werden. Gehalten hat sie sich aus gutem Grund: Sie ist sehr widerstandsfähig gegen die Knospengallmilbe, und sie blüht lange genug, um in Sortenversuchen als Bestäuber für andere Sorten empfohlen zu werden. Für spätfrostgefährdete Lagen bis 700 Meter Höhe steht sie dort ebenso auf der Liste wie für die besten Standorte.
Die Blüte beginnt im März und dauert etwa 3 Wochen. Ab Mitte September reifen die Nüsse, und nach gut 2 Wochen ist die Ernte vorbei – unter den Haselnüssen ist das mittelspät. Woran man den Zeitpunkt erkennt: Die Hülle verfärbt sich gelb, und dann fällt die Nuss von selbst. Die Nuss ist sehr groß, 2,2 Zentimeter, unregelmäßig breit bis kegelförmig, gerieft und hell- bis dunkelbraun, mit einer großen flachen Schildfläche am Grund; eine tief eingeschnittene Hülle umschließt sie. Vom Gewicht bleiben 43 Prozent als Kern übrig, der Rest ist Schale. Man legt deshalb ein Netz unter den Strauch und schüttelt nach, was noch hängt. Wer länger als ein paar Monate lagern will, muss trocknen – ungetrocknet halten sich die Nüsse in feuchtem Sand rund 4 Monate. Aus den Kernen wird ein feines Öl gepresst, das an den Salat kommt. Beim Ertrag sollte man nicht zu viel erwarten: Er gilt als mittelhoch, und darin liegt die Stärke dieser Sorte nicht.
Ökologisch trägt die Hasel zuerst mit dem Laub. Es ist Raupenfutter für zahlreiche Schmetterlinge, und weil ein Großstrauch davon reichlich hat, hängt an ihm mehr Leben als an manchem Baum. Dazu kommt die Blüte: Sie zieht sich über etwa 3 Wochen, und diese Länge ist der Grund, warum die Sorte als Bestäuber gilt – für Bienen bedeutet sie Pollen nicht an einem Tag, sondern über Wochen. Und am Ende stehen die Nüsse, die Eichhörnchen und Vögel gleichermaßen holen. Was übrig bleibt und liegen bleibt, keimt im Frühjahr.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Birkengewächse(Betulaceae)
- Gattung
- Haseln(Corylus)
- Art-Syn.
- Gemeine Hasel, Gewöhnliche Hasel, Haselnussstrauch, Haselstrauch, Haselbusch, Hexenstrauch, Europäische Hasel
- Sorten-Syn.
- Hallesche Riesennuss, Hall’s Giant, Géant de Halle, Riesennuss, Pfundnuss, Große Runde, Runde Spanische, Große Zellernuss

