Sibirische Blaubeere Borealis
Lonicera caerulea 'Borealis'
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Beschreibung
Die Sibirische Blaubeere 'Borealis' wächst als Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1 Meter Standfläche; ausgelesen wurde sie an der Universität von Saskatchewan und 2007 in den Handel gegeben. Dort hat man russisches, japanisches und kurilisches Material gekreuzt und aus Tausenden Sämlingen ausgelesen – 'Borealis' stammt aus derselben Kreuzung wie 'Tundra' und die 'Indigo'-Sorten und gilt im eigenen Haus als die beste des Programms. Ausgelesen ist sie auf Fruchtgröße und Geschmack: Ihre Beeren werden fast doppelt so groß wie bei den 35 russischen Auslesen, mit denen der Anbau in Nordamerika begonnen hatte, und in einer japanischen Prüfung von 43 Sorten schmeckte keine besser. Der Strauch bleibt dabei klein und dicht verzweigt, mit anfangs samtig behaartem Laub.
Die Blüte beginnt im April und zieht sich über etwa 4 Wochen; die Blüten sitzen zu zweit in den Blattachseln, sind röhrig-glockig und gelblich bis grünlich gelb – unauffällig, aber zäh: Sie überstehen Fröste bis 7 Grad unter null. Geerntet wird ab Mai, gut 3 Wochen lang, und damit liefert dieser Strauch das erste Beerenobst des Jahres, Wochen vor allem anderen. Die Beeren sind länglich, blau bereift und mit 2,5 Zentimetern Länge und 1,6 Gramm etwa doppelt so groß wie bei den älteren russischen Sorten; der Geschmack ist süßlich-herb und erinnert an Heidelbeere mit einem Zug ins Würzige. Reif sind sie, wenn sie innen durchgefärbt sind – außen blau werden sie früher, und wer zu zeitig pflückt, erntet sauer. Eines muss man wissen: Diese Sorte ist weich. Von Hand gepflückt ist sie eine Naschfrucht, wie sie kaum eine zweite hergibt; wer sie schüttelt oder maschinell erntet, bekommt Matsch und muss sofort verarbeiten. Einfrieren geht gut, ebenso Marmelade und Saft. Und weil die Art selbstunfruchtbar ist, braucht sie eine zweite Sorte in der Nähe.
Ökologisch zählt bei dieser Sorte der Termin – und dass er hält. Sie blüht im April über 4 Wochen, wenn Hummeln und Wildbienen unterwegs sind und das Angebot noch dünn ist. Anders als bei vielen frühen Blüten macht ihr ein Kälteeinbruch dabei wenig aus: Was bei 7 Grad Frost offen steht, blüht danach weiter, sodass die Tracht auch in einem rauen Frühjahr nicht ausfällt. Später im Jahr sind es die Beeren, die als erste reifen und entsprechend gefragt sind – was nicht geerntet wird, holen die Vögel.
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Die Sibirische Blaubeere 'Borealis' wächst als Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1 Meter Standfläche; ausgelesen wurde sie an der Universität von Saskatchewan und 2007 in den Handel gegeben. Dort hat man russisches, japanisches und kurilisches Material gekreuzt und aus Tausenden Sämlingen ausgelesen – 'Borealis' stammt aus derselben Kreuzung wie 'Tundra' und die 'Indigo'-Sorten und gilt im eigenen Haus als die beste des Programms. Ausgelesen ist sie auf Fruchtgröße und Geschmack: Ihre Beeren werden fast doppelt so groß wie bei den 35 russischen Auslesen, mit denen der Anbau in Nordamerika begonnen hatte, und in einer japanischen Prüfung von 43 Sorten schmeckte keine besser. Der Strauch bleibt dabei klein und dicht verzweigt, mit anfangs samtig behaartem Laub.
Die Blüte beginnt im April und zieht sich über etwa 4 Wochen; die Blüten sitzen zu zweit in den Blattachseln, sind röhrig-glockig und gelblich bis grünlich gelb – unauffällig, aber zäh: Sie überstehen Fröste bis 7 Grad unter null. Geerntet wird ab Mai, gut 3 Wochen lang, und damit liefert dieser Strauch das erste Beerenobst des Jahres, Wochen vor allem anderen. Die Beeren sind länglich, blau bereift und mit 2,5 Zentimetern Länge und 1,6 Gramm etwa doppelt so groß wie bei den älteren russischen Sorten; der Geschmack ist süßlich-herb und erinnert an Heidelbeere mit einem Zug ins Würzige. Reif sind sie, wenn sie innen durchgefärbt sind – außen blau werden sie früher, und wer zu zeitig pflückt, erntet sauer. Eines muss man wissen: Diese Sorte ist weich. Von Hand gepflückt ist sie eine Naschfrucht, wie sie kaum eine zweite hergibt; wer sie schüttelt oder maschinell erntet, bekommt Matsch und muss sofort verarbeiten. Einfrieren geht gut, ebenso Marmelade und Saft. Und weil die Art selbstunfruchtbar ist, braucht sie eine zweite Sorte in der Nähe.
Ökologisch zählt bei dieser Sorte der Termin – und dass er hält. Sie blüht im April über 4 Wochen, wenn Hummeln und Wildbienen unterwegs sind und das Angebot noch dünn ist. Anders als bei vielen frühen Blüten macht ihr ein Kälteeinbruch dabei wenig aus: Was bei 7 Grad Frost offen steht, blüht danach weiter, sodass die Tracht auch in einem rauen Frühjahr nicht ausfällt. Später im Jahr sind es die Beeren, die als erste reifen und entsprechend gefragt sind – was nicht geerntet wird, holen die Vögel.
Winterhärte
Zone 2: −45,6 bis −40,0 °C
Diese Pflanze ist extrem frosthart und übersteht auch sehr strenge Winter.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Geißblattgewächse(Caprifoliaceae)
- Gattung
- Heckenkirschen(Lonicera)
- Art-Syn.
- Maibeere, Kamtschatkabeere, Blaue Heckenkirsche, Blaue Doppelbeere, Honigbeere, Sibirische Blaubeere, Lenzbeere
- Sorten-Syn.
- Myberry Sweet

