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Beschreibung
Die Vogelkirsche wächst als Großbaum auf etwa 20 Meter heran und braucht rund 10 Meter Standfläche. Heimisch ist sie von Europa über den Kaukasus bis in den Iran. Aus ihr sind alle Süßkirschen hervorgegangen: In Kultur genommen wurde sie bereits vor der Zeitenwende, über das Römische Reich kam sie nach Mitteleuropa, und bis heute stehen die meisten Süßkirschen auf ihren Sämlingen – schon Griechen und Römer haben sie als Unterlage benutzt. Sie legt in der Jugend bis zu 70 Zentimeter im Jahr zu und wird 80 bis 90, mitunter 150 Jahre alt. Im Herbst färbt sich ihr Laub leuchtend rot; die Sauerkirschen tun das nicht. Ihren Namen haben ihr die Vögel gegeben. Für den Fruchtansatz braucht sie eine zweite Süßkirsche in der Nähe; dafür kommen ’Große Germersdorfer’ und ’Dönissens Gelbe Knorpelkirsche’ in Frage.
Im April öffnen sich die weißen Blüten in kleinen Dolden, kurz vor dem Laubaustrieb, und stehen etwa 3 Wochen. Geerntet wird ab Juni über rund 2 Wochen. Die Kirschen sind kugelig, etwa einen Zentimeter groß und färben von Rot nach Schwarzrot um; reif sind sie, wenn sie durchgefärbt und weich sind, und dann müssen sie zügig vom Baum, denn lagern lassen sie sich nicht. Im Geschmack ähneln sie den Süßkirschen, haben aber mehr Säure und bleiben oft bittersüß. Frisch isst man sie, wie sie vom Baum kommen; verarbeitet gehen sie in Marmelade, Gelee, Kompott und Saft, getrocknet werden sie zu Kirschenrosinen, gebrannt zu Kirschwasser, und die Bitternote macht sie zur Grundlage für Likör. Die Kerne sind nichts zum Mitessen – beim Pürieren und Entsaften bleiben die Steine draußen. Essbar ist dagegen das Harz, das an Stamm und Ästen austritt. Und das Holz trägt einen zweiten Nutzen: rötlich getönt, begehrt für Möbel, Furniere und Musikinstrumente, und zum Räuchern von Fleisch gibt es einen süßlichen Rauch.
Die Blüten geben Pollen und reichlich Nektar, und das zu einer Zeit, in der im Garten noch wenig blüht. Weil der Nektar in der flachen Blütenschüssel nur halb verborgen liegt, kommen auch kurzrüsselige Insekten heran: An den Blüten sammeln Schwebfliegen, Bienen und Falter, Honigbienen und Hummeln fliegen sie an, und Imker ernten daraus einen hellen, feinaromatischen Honig. Am Laub leben 20 Schmetterlingsarten, 3 davon auf Kirschen und ihre nächsten Verwandten angewiesen: der Obsthain-Blütenspanner, der Nierenfleck-Zipfelfalter und das Gelbe Ordensband. Die Früchte fressen Amseln, Stare und Krähen, am Boden Mäuse, Marder, Fuchs, Dachs und Wildschwein – mit ihnen wandern die Kerne fort und keimen an anderer Stelle.
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Die Vogelkirsche wächst als Großbaum auf etwa 20 Meter heran und braucht rund 10 Meter Standfläche. Heimisch ist sie von Europa über den Kaukasus bis in den Iran. Aus ihr sind alle Süßkirschen hervorgegangen: In Kultur genommen wurde sie bereits vor der Zeitenwende, über das Römische Reich kam sie nach Mitteleuropa, und bis heute stehen die meisten Süßkirschen auf ihren Sämlingen – schon Griechen und Römer haben sie als Unterlage benutzt. Sie legt in der Jugend bis zu 70 Zentimeter im Jahr zu und wird 80 bis 90, mitunter 150 Jahre alt. Im Herbst färbt sich ihr Laub leuchtend rot; die Sauerkirschen tun das nicht. Ihren Namen haben ihr die Vögel gegeben. Für den Fruchtansatz braucht sie eine zweite Süßkirsche in der Nähe; dafür kommen ’Große Germersdorfer’ und ’Dönissens Gelbe Knorpelkirsche’ in Frage.
Im April öffnen sich die weißen Blüten in kleinen Dolden, kurz vor dem Laubaustrieb, und stehen etwa 3 Wochen. Geerntet wird ab Juni über rund 2 Wochen. Die Kirschen sind kugelig, etwa einen Zentimeter groß und färben von Rot nach Schwarzrot um; reif sind sie, wenn sie durchgefärbt und weich sind, und dann müssen sie zügig vom Baum, denn lagern lassen sie sich nicht. Im Geschmack ähneln sie den Süßkirschen, haben aber mehr Säure und bleiben oft bittersüß. Frisch isst man sie, wie sie vom Baum kommen; verarbeitet gehen sie in Marmelade, Gelee, Kompott und Saft, getrocknet werden sie zu Kirschenrosinen, gebrannt zu Kirschwasser, und die Bitternote macht sie zur Grundlage für Likör. Die Kerne sind nichts zum Mitessen – beim Pürieren und Entsaften bleiben die Steine draußen. Essbar ist dagegen das Harz, das an Stamm und Ästen austritt. Und das Holz trägt einen zweiten Nutzen: rötlich getönt, begehrt für Möbel, Furniere und Musikinstrumente, und zum Räuchern von Fleisch gibt es einen süßlichen Rauch.
Die Blüten geben Pollen und reichlich Nektar, und das zu einer Zeit, in der im Garten noch wenig blüht. Weil der Nektar in der flachen Blütenschüssel nur halb verborgen liegt, kommen auch kurzrüsselige Insekten heran: An den Blüten sammeln Schwebfliegen, Bienen und Falter, Honigbienen und Hummeln fliegen sie an, und Imker ernten daraus einen hellen, feinaromatischen Honig. Am Laub leben 20 Schmetterlingsarten, 3 davon auf Kirschen und ihre nächsten Verwandten angewiesen: der Obsthain-Blütenspanner, der Nierenfleck-Zipfelfalter und das Gelbe Ordensband. Die Früchte fressen Amseln, Stare und Krähen, am Boden Mäuse, Marder, Fuchs, Dachs und Wildschwein – mit ihnen wandern die Kerne fort und keimen an anderer Stelle.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Rosengewächse(Rosaceae)
- Gattung
- Steinobstgewächse(Prunus)
- Art-Syn.
- Wilde Vogelkirsche, Waldkirsche, Herzkirsche, Süsskirsche, Süßkirschenbaum, Vogel-Kirsche

