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Beschreibung
Die Schwarze Maulbeere wächst als mittelhoher Baum auf etwa 12 Meter heran und braucht rund 8 Meter Standfläche; zu Hause ist sie in Transkaukasien und im nördlichen Iran. Von dort aus ist sie seit dem Altertum in Kultur gegangen, und schon Ovid erzählt, warum ihre Früchte dunkel sind – in seiner Geschichte von Pyramus und Thisbe, die sich unter einem Maulbeerbaum das Leben nehmen, weicht das Weiß der Frucht und färbt sich zur Trauer dunkelrot. Zeit lässt sie sich dabei: Der Wuchs ist langsam und gedrungen, der Stamm bleibt kurz, die Krone wird breit und schwer. Dafür bleibt sie – Schwarze Maulbeeren tragen bis zu 300 Jahre, und ein Baum, der 1634 in London gepflanzt wurde, stand dort bis 1969. Woran man sie erkennt: an den dicken Trieben mit auffallend dicken Knospen und an der rauen, dicken Borke. Die Blätter allein führen in die Irre.
Die Blüte beginnt im Mai und dauert etwa 3 Wochen. Ab Mitte Juli reifen die Früchte, gut 8 Wochen lang und nach und nach. Sie messen etwa 2,5 Zentimeter, sitzen an langen Stielen und sind saftiger als jede andere Maulbeere; im Geschmack liegt eine würzige Säure hinter der Süße, und deshalb isst man in Europa seit Jahrhunderten vor allem diese Art. Der richtige Erntezeitpunkt ist knapp bemessen: Reif ist die Frucht, wenn sie halb rot, halb schwarz gefärbt ist und sich leicht löst, wobei der Stiel an ihr hängen bleibt. Wer zu früh zieht, zerdrückt sie; wer wartet, bis sie ganz schwarz ist oder von selbst fällt, findet sie meist verdorben. Gepflückt wird deshalb einzeln, mit der Hand, und der Saft färbt dabei alles, was er trifft. Aufheben lässt sich nichts davon. Vergoren gibt der Saft Wein und Essig; im albanischen Boboshtice, wo mehrere hundert alte Bäume stehen, brennt man Schnaps daraus und färbt ihn mit Maulbeerblättern leicht grünlich ein. Die Blätter sind gegart essbar – die Seidenraupe allerdings verschmäht ausgerechnet sie.
Ökologisch ist bei diesem Baum die Dauer das Besondere. Er wächst langsam und kommt spät in Ertrag, hält dann aber Jahrhunderte durch: Was heute gepflanzt wird, versorgt noch Vögel, die lange nach uns schlüpfen. In jedem dieser Jahre hängt über Wochen Futter in der Krone, und was überreif wird, fällt von allein herunter und kommt denen zugute, die unten suchen. Für einen Garten heißt das vor allem eines: ein fester Punkt, auf den sich einstellen kann, was dort lebt.
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Die Schwarze Maulbeere wächst als mittelhoher Baum auf etwa 12 Meter heran und braucht rund 8 Meter Standfläche; zu Hause ist sie in Transkaukasien und im nördlichen Iran. Von dort aus ist sie seit dem Altertum in Kultur gegangen, und schon Ovid erzählt, warum ihre Früchte dunkel sind – in seiner Geschichte von Pyramus und Thisbe, die sich unter einem Maulbeerbaum das Leben nehmen, weicht das Weiß der Frucht und färbt sich zur Trauer dunkelrot. Zeit lässt sie sich dabei: Der Wuchs ist langsam und gedrungen, der Stamm bleibt kurz, die Krone wird breit und schwer. Dafür bleibt sie – Schwarze Maulbeeren tragen bis zu 300 Jahre, und ein Baum, der 1634 in London gepflanzt wurde, stand dort bis 1969. Woran man sie erkennt: an den dicken Trieben mit auffallend dicken Knospen und an der rauen, dicken Borke. Die Blätter allein führen in die Irre.
Die Blüte beginnt im Mai und dauert etwa 3 Wochen. Ab Mitte Juli reifen die Früchte, gut 8 Wochen lang und nach und nach. Sie messen etwa 2,5 Zentimeter, sitzen an langen Stielen und sind saftiger als jede andere Maulbeere; im Geschmack liegt eine würzige Säure hinter der Süße, und deshalb isst man in Europa seit Jahrhunderten vor allem diese Art. Der richtige Erntezeitpunkt ist knapp bemessen: Reif ist die Frucht, wenn sie halb rot, halb schwarz gefärbt ist und sich leicht löst, wobei der Stiel an ihr hängen bleibt. Wer zu früh zieht, zerdrückt sie; wer wartet, bis sie ganz schwarz ist oder von selbst fällt, findet sie meist verdorben. Gepflückt wird deshalb einzeln, mit der Hand, und der Saft färbt dabei alles, was er trifft. Aufheben lässt sich nichts davon. Vergoren gibt der Saft Wein und Essig; im albanischen Boboshtice, wo mehrere hundert alte Bäume stehen, brennt man Schnaps daraus und färbt ihn mit Maulbeerblättern leicht grünlich ein. Die Blätter sind gegart essbar – die Seidenraupe allerdings verschmäht ausgerechnet sie.
Ökologisch ist bei diesem Baum die Dauer das Besondere. Er wächst langsam und kommt spät in Ertrag, hält dann aber Jahrhunderte durch: Was heute gepflanzt wird, versorgt noch Vögel, die lange nach uns schlüpfen. In jedem dieser Jahre hängt über Wochen Futter in der Krone, und was überreif wird, fällt von allein herunter und kommt denen zugute, die unten suchen. Für einen Garten heißt das vor allem eines: ein fester Punkt, auf den sich einstellen kann, was dort lebt.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Maulbeergewächse(Moraceae)
- Gattung
- Maulbeeren(Morus)
- Art-Syn.
- Schwarze Maulbeere, Schwarzer Maulbeerbaum

