Säulen-Blutbuche Rohan Obelisk
Fagus sylvatica 'Rohan Obelisk'
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Beschreibung
Die Säulen-Blutbuche 'Rohan Obelisk' wächst als mittelhoher Baum auf etwa 10 Meter heran und braucht dabei nur rund 2 Meter Standfläche – sie bleibt säulenförmig bis schmal kegelförmig und geht kaum in die Breite. Sie ist eine gezielte Kreuzung: Dick van Hoey Smith zog sie 1968 in den Niederlanden aus der Säulenbuche 'Dawyck', bestäubt mit Pollen von 'Rohanii', und um 1987 kam sie in den Handel. Von der einen Seite hat sie die schmale Säule, von der anderen das dunkel purpurbraune, unregelmäßig geschlitzte Laub. Und 'Rohanii' erklärt den Namen: Diese Buche stammt vom Schloss Sychrov in Böhmen, wo Fürst Camille de Rohan im 19. Jahrhundert eine bedeutende Gehölzsammlung unterhielt; 1908 kam sie in den Handel. Der Obelisk steht für die Form, der Rohan für die Herkunft. Wie alle Buchen treibt sie spät aus und behält das Laub bis in den November – eine Buche für Gärten, in denen für die Art selbst kein Platz wäre.
Ab April blüht sie unscheinbar und zugleich mit dem Laubaustrieb, männliche Blüten in quastenartigen Köpfchen, weibliche paarweise. Essbar ist zweierlei: Die jungen Blätter schmecken etwa 3 Wochen lang im Frühjahr frisch und zitronig und lassen sich roh im Salat verwenden; aus halb geöffneten Knospen und jungem Laub wird in England der Likör beech leaf noyau angesetzt. Die Bucheckern fallen ab September, werden 12 bis 30 Millimeter lang und enthalten Oxalsäure – geröstet, gekeimt oder als Kaffee-Ersatz sind sie ein altes Nahrungsmittel mit nussigem Geschmack. Eine Vollmast tragen Buchen nur alle 2 bis 8 Jahre, und bei einer schmalen Säule fällt sie entsprechend kleiner aus als bei einem Waldbaum; der Ertrag ist hier die Zugabe, nicht der Zweck. Wer ernten will, sammelt bald nach dem Fall – sonst kommen Mäuse und Eichhörnchen zuvor; im Anbau breitet man dafür engmaschige Netze unter den Bäumen aus. Für Pferde sind die Samen nicht geeignet. Buchenholz ist fein und geradfaserig, hellrotbraun und hart, nimmt Nägel und Schrauben gut an und ist als Möbelholz gefragt – dauerhaft im Freien ist es allerdings nicht.
An älteren Buchen sammeln Bienen im April und Mai Pollen und dazu Honigtau von den Blättern – die Rot-Buche ist eine Bienennährpflanze. Was an Bucheckern anfällt, nehmen Vögel und Säugetiere gern an. Und weil die schmale Säule wenig Schatten wirft, bleibt der Boden ringsum nutzbar – ein Vorteil, den die Art selbst nicht bietet.
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Die Säulen-Blutbuche 'Rohan Obelisk' wächst als mittelhoher Baum auf etwa 10 Meter heran und braucht dabei nur rund 2 Meter Standfläche – sie bleibt säulenförmig bis schmal kegelförmig und geht kaum in die Breite. Sie ist eine gezielte Kreuzung: Dick van Hoey Smith zog sie 1968 in den Niederlanden aus der Säulenbuche 'Dawyck', bestäubt mit Pollen von 'Rohanii', und um 1987 kam sie in den Handel. Von der einen Seite hat sie die schmale Säule, von der anderen das dunkel purpurbraune, unregelmäßig geschlitzte Laub. Und 'Rohanii' erklärt den Namen: Diese Buche stammt vom Schloss Sychrov in Böhmen, wo Fürst Camille de Rohan im 19. Jahrhundert eine bedeutende Gehölzsammlung unterhielt; 1908 kam sie in den Handel. Der Obelisk steht für die Form, der Rohan für die Herkunft. Wie alle Buchen treibt sie spät aus und behält das Laub bis in den November – eine Buche für Gärten, in denen für die Art selbst kein Platz wäre.
Ab April blüht sie unscheinbar und zugleich mit dem Laubaustrieb, männliche Blüten in quastenartigen Köpfchen, weibliche paarweise. Essbar ist zweierlei: Die jungen Blätter schmecken etwa 3 Wochen lang im Frühjahr frisch und zitronig und lassen sich roh im Salat verwenden; aus halb geöffneten Knospen und jungem Laub wird in England der Likör beech leaf noyau angesetzt. Die Bucheckern fallen ab September, werden 12 bis 30 Millimeter lang und enthalten Oxalsäure – geröstet, gekeimt oder als Kaffee-Ersatz sind sie ein altes Nahrungsmittel mit nussigem Geschmack. Eine Vollmast tragen Buchen nur alle 2 bis 8 Jahre, und bei einer schmalen Säule fällt sie entsprechend kleiner aus als bei einem Waldbaum; der Ertrag ist hier die Zugabe, nicht der Zweck. Wer ernten will, sammelt bald nach dem Fall – sonst kommen Mäuse und Eichhörnchen zuvor; im Anbau breitet man dafür engmaschige Netze unter den Bäumen aus. Für Pferde sind die Samen nicht geeignet. Buchenholz ist fein und geradfaserig, hellrotbraun und hart, nimmt Nägel und Schrauben gut an und ist als Möbelholz gefragt – dauerhaft im Freien ist es allerdings nicht.
An älteren Buchen sammeln Bienen im April und Mai Pollen und dazu Honigtau von den Blättern – die Rot-Buche ist eine Bienennährpflanze. Was an Bucheckern anfällt, nehmen Vögel und Säugetiere gern an. Und weil die schmale Säule wenig Schatten wirft, bleibt der Boden ringsum nutzbar – ein Vorteil, den die Art selbst nicht bietet.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Buchengewächse(Fagaceae)
- Gattung
- Buchen(Fagus)
- Art-Syn.
- Rotbuche, Blutbuche, Gewöhnliche Buche, Rote Säulenbuche
- Sorten-Syn.
- Red Obelisk

