Koreanische Zwergmaulbeere Mulle
Morus acidosa 'Mulle'
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Beschreibung
Die Koreanische Zwergmaulbeere 'Mulle' wächst als Kleinbaum auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche; die Art ist im östlichen Asien zu Hause, vom russischen Fernen Osten über China und Japan bis nach Südostasien. Die Sorte dagegen ist in Südschweden entstanden, und zwar beiläufig: Der Stadtgärtner von Kristianstad zog Maulbeeren aus Samen und gab die Sämlinge weiter. Einer davon kam in den 1960er-Jahren nach Balsgård, wo die schwedische Obstzüchtung sitzt, und dieser eine Baum steht dort bis heute – von ihm stammt jede 'Mulle', die verkauft wird. Weitergegeben wurde sie, weil sie im Süden Schwedens das tut, was dort zählt: den Winter überstehen und trotzdem jedes Jahr tragen. Die ersten Jahre bleibt sie dabei ein dicht verzweigter Strauch; erst mit der Zeit zieht sie sich zum Baum.
Die Blüte beginnt im Mai und dauert etwa 3 Wochen. Angesetzt wird doppelt – an den diesjährigen Trieben und an kurzen Fruchttrieben am älteren Holz –, und daran hängt die lange Ernte: Ab Juli reifen die Früchte, 10 Wochen lang bis in den September hinein. Länger trägt keine andere Maulbeere. Sie sind walzenförmig und brombeerähnlich, dabei klein – kleiner als die der Schwarzen Maulbeere –, und färben von Weiß über Rot nach Dunkelviolett. Süß schmecken sie erst durchgefärbt, mit einer aromatischen Säure dahinter. Weil die Pflanze jahrelang strauchförmig bleibt, hängt das meiste auf Augenhöhe: Man geht im Stehen durch und nimmt mit, was sich löst, ohne Leiter und ohne Tuch am Boden. Gekühlt halten die Beeren ein paar Tage, mehr nicht. Was über die Wochen zusammenkommt, wird getrocknet und kommt ins Müsli, oder es wandert als Saft und Konfitüre ins Glas. Auch das Laub lässt sich verwenden: junge Blätter, gekocht.
Ökologisch zählt bei dieser Sorte, wo sie trägt. Maulbeeren sind Gehölze wärmerer Gegenden, und in rauen Lagen bleibt die Ernte oft aus. Diese hier reift auch dort noch, wo es dafür eigentlich zu kalt ist – und für die Vögel entscheidet das darüber, ob es überhaupt Maulbeeren gibt. Dazu kommt, wie sich die Fruchtzeit verteilt: Es wird immer wieder etwas weich, nie alles auf einmal, und so bleibt der Tisch bis in den September gedeckt.
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Die Koreanische Zwergmaulbeere 'Mulle' wächst als Kleinbaum auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche; die Art ist im östlichen Asien zu Hause, vom russischen Fernen Osten über China und Japan bis nach Südostasien. Die Sorte dagegen ist in Südschweden entstanden, und zwar beiläufig: Der Stadtgärtner von Kristianstad zog Maulbeeren aus Samen und gab die Sämlinge weiter. Einer davon kam in den 1960er-Jahren nach Balsgård, wo die schwedische Obstzüchtung sitzt, und dieser eine Baum steht dort bis heute – von ihm stammt jede 'Mulle', die verkauft wird. Weitergegeben wurde sie, weil sie im Süden Schwedens das tut, was dort zählt: den Winter überstehen und trotzdem jedes Jahr tragen. Die ersten Jahre bleibt sie dabei ein dicht verzweigter Strauch; erst mit der Zeit zieht sie sich zum Baum.
Die Blüte beginnt im Mai und dauert etwa 3 Wochen. Angesetzt wird doppelt – an den diesjährigen Trieben und an kurzen Fruchttrieben am älteren Holz –, und daran hängt die lange Ernte: Ab Juli reifen die Früchte, 10 Wochen lang bis in den September hinein. Länger trägt keine andere Maulbeere. Sie sind walzenförmig und brombeerähnlich, dabei klein – kleiner als die der Schwarzen Maulbeere –, und färben von Weiß über Rot nach Dunkelviolett. Süß schmecken sie erst durchgefärbt, mit einer aromatischen Säure dahinter. Weil die Pflanze jahrelang strauchförmig bleibt, hängt das meiste auf Augenhöhe: Man geht im Stehen durch und nimmt mit, was sich löst, ohne Leiter und ohne Tuch am Boden. Gekühlt halten die Beeren ein paar Tage, mehr nicht. Was über die Wochen zusammenkommt, wird getrocknet und kommt ins Müsli, oder es wandert als Saft und Konfitüre ins Glas. Auch das Laub lässt sich verwenden: junge Blätter, gekocht.
Ökologisch zählt bei dieser Sorte, wo sie trägt. Maulbeeren sind Gehölze wärmerer Gegenden, und in rauen Lagen bleibt die Ernte oft aus. Diese hier reift auch dort noch, wo es dafür eigentlich zu kalt ist – und für die Vögel entscheidet das darüber, ob es überhaupt Maulbeeren gibt. Dazu kommt, wie sich die Fruchtzeit verteilt: Es wird immer wieder etwas weich, nie alles auf einmal, und so bleibt der Tisch bis in den September gedeckt.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Maulbeergewächse(Moraceae)
- Gattung
- Maulbeeren(Morus)
- Art-Syn.
- Koreanische Maulbeere, Maulbeerbaum

