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Beschreibung
Die Kornelkirsche wächst als Großstrauch auf etwa 8 Meter heran und braucht rund 5 Meter Standfläche; meist bleibt sie mehrstämmig und wird erst im Alter baumartig. Zu Hause ist sie von Mittel- und Südeuropa bis nach Klein- und Mittelasien, mit der größten Formenvielfalt im Kaukasus. Den Menschen begleitet sie dort seit Langem: Ihre Kerne fanden sich in Tongefäßen aus der Hallstattzeit, die Griechen zogen aus ihrem Holz Lanzen, und im Mittelalter zählte sie zu den Obstgehölzen, bevor sie in Vergessenheit geriet. Das Holz ist der Grund für beides, für den Namen wie für die Nutzung: Es ist das härteste Mitteleuropas und ging in Radnaben, Werkzeugstiele und Einlegearbeiten. Alt wird sie dabei auch: 100 Jahre sind die Regel, in den niederösterreichischen Voralpen stehen Sträucher aus der Zeit Maria Theresias.
Die Blüte beginnt im Februar und hält etwa 3 Wochen – setzt sie früh ein, kann sie sich auf einen ganzen Monat ziehen, bei spätem Beginn bleiben knapp 2 Wochen. Was dabei gelb leuchtet, sind streng genommen nicht die winzigen Blüten in ihren kugeligen Dolden, sondern die aufgeklappten Knospenschuppen, die sich davorsetzen. Essbar sind auch die Blüten selbst – in Norwegen würzt man Branntwein damit. Geerntet wird ab August, gut 3 Wochen lang. Die Früchte reifen nacheinander statt miteinander: Man geht mehrmals durch oder liest auf, was vollreif von selbst fällt. Sie sind glänzend rot, etwa 2 Zentimeter lang und werden bei Vollreife dunkelrot; erst dann sind sie süß-säuerlich und roh eine Freude, vorher schmecken sie herb und ziehen den Mund zusammen. Der Stein löst sich nur widerwillig vom Fruchtfleisch – für Marmelade lohnt ein Entsteiner, für Gelee genügt der Entsafter. Lagern lassen sie sich nicht, ein paar Tage Nachreife dagegen schon; wer mehr will, friert ein oder trocknet, dann halten sie Jahre. Ein alter Strauch trägt 20 bis 40 Kilogramm: Marmelade, die mit Birne oder Holunder milder wird, Sirup und der österreichische Dirndlbrand, süßsauer eingelegte Früchte zum Wild, halbreif in Weinessig als falsche Oliven und im Kaukasus dünn getrocknetes Fruchtleder.
Ökologisch ist ihr größter Wert der Zeitpunkt. Sie blüht, wenn kaum etwas blüht: Bienen und Wildbienen finden hier eine der ersten Trachten des Jahres, dazu Hummeln und Schwebfliegen. Im Spätsommer kehrt sich das um, und die Früchte werden abgeräumt – von Kernbeißer und Dompfaff ebenso wie von Haselmaus und Siebenschläfer. Weil ihr Geäst dicht und sparrig verzweigt ist, brüten Vögel darin, und unter der Erde hält ein kräftiges Herzwurzelsystem den Boden fest – deshalb steht sie oft an Hängen.
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Die Kornelkirsche wächst als Großstrauch auf etwa 8 Meter heran und braucht rund 5 Meter Standfläche; meist bleibt sie mehrstämmig und wird erst im Alter baumartig. Zu Hause ist sie von Mittel- und Südeuropa bis nach Klein- und Mittelasien, mit der größten Formenvielfalt im Kaukasus. Den Menschen begleitet sie dort seit Langem: Ihre Kerne fanden sich in Tongefäßen aus der Hallstattzeit, die Griechen zogen aus ihrem Holz Lanzen, und im Mittelalter zählte sie zu den Obstgehölzen, bevor sie in Vergessenheit geriet. Das Holz ist der Grund für beides, für den Namen wie für die Nutzung: Es ist das härteste Mitteleuropas und ging in Radnaben, Werkzeugstiele und Einlegearbeiten. Alt wird sie dabei auch: 100 Jahre sind die Regel, in den niederösterreichischen Voralpen stehen Sträucher aus der Zeit Maria Theresias.
Die Blüte beginnt im Februar und hält etwa 3 Wochen – setzt sie früh ein, kann sie sich auf einen ganzen Monat ziehen, bei spätem Beginn bleiben knapp 2 Wochen. Was dabei gelb leuchtet, sind streng genommen nicht die winzigen Blüten in ihren kugeligen Dolden, sondern die aufgeklappten Knospenschuppen, die sich davorsetzen. Essbar sind auch die Blüten selbst – in Norwegen würzt man Branntwein damit. Geerntet wird ab August, gut 3 Wochen lang. Die Früchte reifen nacheinander statt miteinander: Man geht mehrmals durch oder liest auf, was vollreif von selbst fällt. Sie sind glänzend rot, etwa 2 Zentimeter lang und werden bei Vollreife dunkelrot; erst dann sind sie süß-säuerlich und roh eine Freude, vorher schmecken sie herb und ziehen den Mund zusammen. Der Stein löst sich nur widerwillig vom Fruchtfleisch – für Marmelade lohnt ein Entsteiner, für Gelee genügt der Entsafter. Lagern lassen sie sich nicht, ein paar Tage Nachreife dagegen schon; wer mehr will, friert ein oder trocknet, dann halten sie Jahre. Ein alter Strauch trägt 20 bis 40 Kilogramm: Marmelade, die mit Birne oder Holunder milder wird, Sirup und der österreichische Dirndlbrand, süßsauer eingelegte Früchte zum Wild, halbreif in Weinessig als falsche Oliven und im Kaukasus dünn getrocknetes Fruchtleder.
Ökologisch ist ihr größter Wert der Zeitpunkt. Sie blüht, wenn kaum etwas blüht: Bienen und Wildbienen finden hier eine der ersten Trachten des Jahres, dazu Hummeln und Schwebfliegen. Im Spätsommer kehrt sich das um, und die Früchte werden abgeräumt – von Kernbeißer und Dompfaff ebenso wie von Haselmaus und Siebenschläfer. Weil ihr Geäst dicht und sparrig verzweigt ist, brüten Vögel darin, und unter der Erde hält ein kräftiges Herzwurzelsystem den Boden fest – deshalb steht sie oft an Hängen.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Hartriegelgewächse(Cornaceae)
- Gattung
- Hartriegel(Cornus)
- Art-Syn.
- Gelber Hartriegel, Herlitze, Dürlitze, Hirlnuss, Dirndlstrauch, Tierlibaum Schweiz, Welscher Kirschenbaum, Tierlibaum Schweiz und Welscher Kirschenbaum, Gelber Hornstrauch, Tierlibaum

