Kaiser-Maulbeere Giant Fruit
Morus macroura 'Giant Fruit'
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Beschreibung
Die Kaiser-Maulbeere 'Giant Fruit' wächst als Großstrauch oder Kleinbaum auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 3 Meter Standfläche, mit breit ausladender, überhängender Krone. Zu Hause ist die Art in den Bergwäldern zwischen Himalaja und Südostasien, in Lagen um 1.000 Meter; in Pakistan und Nordindien heißt sie Shah-tut, Königsmaulbeere, und daher kommt der deutsche Name. Das Saatgut, auf das die heute gehandelten langfrüchtigen Auslesen zurückgehen, gelangte in den 1980er Jahren in die Vereinigten Staaten, seit Mitte der 1990er Jahre stehen sie in Europa im Angebot. 'Giant Fruit' ist eine von ihnen, ausgelesen auf Fruchtlänge und sonst nichts.
Die Blüte beginnt im Mai und zieht sich über etwa 3 Wochen. Die grünen Kätzchen sind unscheinbar, bestäubt wird über den Wind. Ab Juli reifen die Früchte, gut 4 Wochen lang und nie alle auf einmal. Sie werden etwa 7 bis 8 Zentimeter lang, gut dreimal so lang wie an gewöhnlichen Maulbeeren, und hängen an langen Stielen frei aus dem Laub; aus einigen Schritten sieht das eher nach Raupen aus als nach Beeren. Unreif sind sie weißlich bis zartrosa, dann röten sie sich, zuletzt werden sie dunkelrot bis fast schwarz. Solange sie hell sind, schmecken sie fest und sauer, erst ausgefärbt honigsüß – dafür braucht der Strauch einen warmen Sommer. Das Fruchtfleisch bleibt auch reif vergleichsweise fest, sodass sich die Früchte einzeln vom Zweig zupfen lassen, ohne zu zerdrücken; sie färben dabei Hände und Kleidung. Verarbeitet wird am selben Tag, länger hält die Ernte nicht. In Pakistan und im Iran trocknet man die Früchte und weicht sie zum Kochen wieder ein; aus dem Saft kocht man mit Zucker Sherbat Shahtoot, einen dicken Sirup, den man verdünnt trinkt. Auch die Blätter sind essbar, gedämpft oder als Aufguss.
Ökologisch trägt die Kaiser-Maulbeere über die Früchte. Die langen, dunklen Fruchtstände sieht man von weitem, und Vögel gehen daran, noch ehe sie ganz reif sind. Im Obstbau pflanzt man Maulbeeren deshalb als Ablenkung neben empfindliche Kulturen; im Garten wirkt das genauso. Was überreif herunterfällt, nehmen Hühner und andere Bodensucher an. Maulbeeren treiben zudem spät aus und vertragen Konkurrenz am Boden gut: Unter ihnen halten sich Gras und Bodendecker, wo unter anderen Obstgehölzen längst nichts mehr aufkommt.
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Die Kaiser-Maulbeere 'Giant Fruit' wächst als Großstrauch oder Kleinbaum auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 3 Meter Standfläche, mit breit ausladender, überhängender Krone. Zu Hause ist die Art in den Bergwäldern zwischen Himalaja und Südostasien, in Lagen um 1.000 Meter; in Pakistan und Nordindien heißt sie Shah-tut, Königsmaulbeere, und daher kommt der deutsche Name. Das Saatgut, auf das die heute gehandelten langfrüchtigen Auslesen zurückgehen, gelangte in den 1980er Jahren in die Vereinigten Staaten, seit Mitte der 1990er Jahre stehen sie in Europa im Angebot. 'Giant Fruit' ist eine von ihnen, ausgelesen auf Fruchtlänge und sonst nichts.
Die Blüte beginnt im Mai und zieht sich über etwa 3 Wochen. Die grünen Kätzchen sind unscheinbar, bestäubt wird über den Wind. Ab Juli reifen die Früchte, gut 4 Wochen lang und nie alle auf einmal. Sie werden etwa 7 bis 8 Zentimeter lang, gut dreimal so lang wie an gewöhnlichen Maulbeeren, und hängen an langen Stielen frei aus dem Laub; aus einigen Schritten sieht das eher nach Raupen aus als nach Beeren. Unreif sind sie weißlich bis zartrosa, dann röten sie sich, zuletzt werden sie dunkelrot bis fast schwarz. Solange sie hell sind, schmecken sie fest und sauer, erst ausgefärbt honigsüß – dafür braucht der Strauch einen warmen Sommer. Das Fruchtfleisch bleibt auch reif vergleichsweise fest, sodass sich die Früchte einzeln vom Zweig zupfen lassen, ohne zu zerdrücken; sie färben dabei Hände und Kleidung. Verarbeitet wird am selben Tag, länger hält die Ernte nicht. In Pakistan und im Iran trocknet man die Früchte und weicht sie zum Kochen wieder ein; aus dem Saft kocht man mit Zucker Sherbat Shahtoot, einen dicken Sirup, den man verdünnt trinkt. Auch die Blätter sind essbar, gedämpft oder als Aufguss.
Ökologisch trägt die Kaiser-Maulbeere über die Früchte. Die langen, dunklen Fruchtstände sieht man von weitem, und Vögel gehen daran, noch ehe sie ganz reif sind. Im Obstbau pflanzt man Maulbeeren deshalb als Ablenkung neben empfindliche Kulturen; im Garten wirkt das genauso. Was überreif herunterfällt, nehmen Hühner und andere Bodensucher an. Maulbeeren treiben zudem spät aus und vertragen Konkurrenz am Boden gut: Unter ihnen halten sich Gras und Bodendecker, wo unter anderen Obstgehölzen längst nichts mehr aufkommt.
Winterhärte
Zone 7: −17,8 bis −12,2 °C
Diese Pflanze ist frosttolerant und übersteht milde Winter sicher.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Maulbeergewächse(Moraceae)
- Gattung
- Maulbeeren(Morus)
- Art-Syn.
- Kaiser-Maulbeere, Shahtoot-Maulbeere, Tibetische Maulbeere
- Sorten-Syn.
- Pakistan, Riesenfrucht-Maulbeere

