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Beschreibung
Der Rote Hartriegel wächst als Großstrauch auf etwa 5 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche; heimisch ist er in ganz Europa und weiter bis in die Türkei, den Kaukasus und nach Mittelasien. Dort steht er an Waldrändern, in Hecken und Gebüschen und begleitet Fließgewässer – und er bleibt selten allein: Er treibt reichlich Ausläufer, und wo sich ein überhängender Zweig auf den Boden legt, wurzelt er an. Aus einem Strauch wird so mit den Jahren ein Dickicht. Seinen Namen trägt er nach den Trieben, die sich zum Winter hin blutrot färben, am stärksten auf der Sonnenseite; im Herbst kommt das Laub dazu, das sich orangerot verfärbt, bevor es fällt. Der zweite Teil des Namens meint das Holz: Es ist so hart, dass Drechsler es früher eigens dafür schätzten.
Die Blüte beginnt im Mai und dauert etwa 3 Wochen – anders als bei der Kornelkirsche erst nach dem Laubaustrieb. Die weißen Blüten stehen zu vielen in flachen Trugdolden von 4 bis 6 Zentimetern Breite an den Triebspitzen und heben sich hell vom dunkelgrünen Laub ab. Ab September folgen die Früchte: glänzend schwarzblau mit feiner weißer Punktierung, kugelig und 5 bis 8 Millimeter groß, und sie sitzen an Stielen, die sich rot färben – zusammen ist das die auffälligste Erscheinung des Jahres. Für die Küche taugt der Strauch allerdings nicht. Die Früchte schmecken roh bitter und sind ungenießbar, und Rinde, Blätter und Wurzeln gelten als gering giftig; wir führen ihn deshalb ausdrücklich als Zier- und Wildgehölz, nicht als Obst. Sein Wert liegt im Winterbild und in der Hecke: Weil die jungen Triebe die kräftigste Farbe zeigen, gewinnt ein Strauch, der regelmäßig ausgelichtet wird.
Ökologisch ist er einer der reichsten Sträucher der Gattung, und das liegt daran, dass er hier zu Hause ist. Seine Blüten werden von zahlreichen Wildbienenarten besucht, und für die Honigbiene ist er ein wichtiger Pollenspender – zu einer Zeit im Mai, in der viel blüht, aber wenig so zugänglich ist wie diese flachen Dolden. Dazu ist er Futterpflanze für Schmetterlingsraupen. Ab September nehmen Vögel die Früchte an, und weil der Strauch sich über Ausläufer und abgesenkte Zweige selbst zum Dickicht schließt, finden sie darin zugleich Deckung und Brutplatz.
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Der Rote Hartriegel wächst als Großstrauch auf etwa 5 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche; heimisch ist er in ganz Europa und weiter bis in die Türkei, den Kaukasus und nach Mittelasien. Dort steht er an Waldrändern, in Hecken und Gebüschen und begleitet Fließgewässer – und er bleibt selten allein: Er treibt reichlich Ausläufer, und wo sich ein überhängender Zweig auf den Boden legt, wurzelt er an. Aus einem Strauch wird so mit den Jahren ein Dickicht. Seinen Namen trägt er nach den Trieben, die sich zum Winter hin blutrot färben, am stärksten auf der Sonnenseite; im Herbst kommt das Laub dazu, das sich orangerot verfärbt, bevor es fällt. Der zweite Teil des Namens meint das Holz: Es ist so hart, dass Drechsler es früher eigens dafür schätzten.
Die Blüte beginnt im Mai und dauert etwa 3 Wochen – anders als bei der Kornelkirsche erst nach dem Laubaustrieb. Die weißen Blüten stehen zu vielen in flachen Trugdolden von 4 bis 6 Zentimetern Breite an den Triebspitzen und heben sich hell vom dunkelgrünen Laub ab. Ab September folgen die Früchte: glänzend schwarzblau mit feiner weißer Punktierung, kugelig und 5 bis 8 Millimeter groß, und sie sitzen an Stielen, die sich rot färben – zusammen ist das die auffälligste Erscheinung des Jahres. Für die Küche taugt der Strauch allerdings nicht. Die Früchte schmecken roh bitter und sind ungenießbar, und Rinde, Blätter und Wurzeln gelten als gering giftig; wir führen ihn deshalb ausdrücklich als Zier- und Wildgehölz, nicht als Obst. Sein Wert liegt im Winterbild und in der Hecke: Weil die jungen Triebe die kräftigste Farbe zeigen, gewinnt ein Strauch, der regelmäßig ausgelichtet wird.
Ökologisch ist er einer der reichsten Sträucher der Gattung, und das liegt daran, dass er hier zu Hause ist. Seine Blüten werden von zahlreichen Wildbienenarten besucht, und für die Honigbiene ist er ein wichtiger Pollenspender – zu einer Zeit im Mai, in der viel blüht, aber wenig so zugänglich ist wie diese flachen Dolden. Dazu ist er Futterpflanze für Schmetterlingsraupen. Ab September nehmen Vögel die Früchte an, und weil der Strauch sich über Ausläufer und abgesenkte Zweige selbst zum Dickicht schließt, finden sie darin zugleich Deckung und Brutplatz.
Winterhärte
Zone 4: −34,4 bis −28,9 °C
Diese Pflanze ist robust und toleriert starke Fröste zuverlässig.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Hartriegelgewächse(Cornaceae)
- Gattung
- Hartriegel(Cornus)
- Art-Syn.
- Blutroter Hartriegel, Rotes Beinholz, Hundsbeere, Roter Hornstrauch, Europäischer Hartriegel, Hundsbeerstrauch, Hundsdirndl, Sanguinello, Hartriegelstrauch, Hartriegel

