Rainfarnblättriger Weißdorn
Crataegus tanacetifolia
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Beschreibung
Der Rainfarnblättrige Weißdorn wächst als Großstrauch oder mittelhoher Baum auf etwa 8 Meter heran und braucht rund 6 Meter Standfläche. Wild kommt er allein in der Türkei vor und sonst auf der Welt nirgends. Die meisten Weißdorne tragen Früchte, die essbar sind und mehr auch nicht; dieser gehört zu der Handvoll Arten, die im Ruf stehen, wirklich gut zu schmecken. Und er trägt reichlich: An seinem Naturstandort wurden zwischen 12 und 25 Kilogramm je Baum gemessen. Die türkische Forschung führt ihn als Yunus-Emre-Weißdorn, nach dem Dichter des 13. Jahrhunderts, dessen Grab in derselben Landschaft liegt. Seinen deutschen Namen verdankt er dem Laub, das so tief zerschlitzt ist wie das Kraut des Rainfarns.
Spät dran ist er mit der Blüte: Erst im Juni öffnen sich die weißen Blüten – 4 bis 8 beieinander in filzig behaarten Schirmen, jede gut 2 Zentimeter breit und leicht duftend – und das gut 3 Wochen lang. Ab Oktober reift dann über 3 Wochen die Ernte. Die Früchte sind 15 bis 24 Millimeter breit und wiegen im Mittel gut 3 Gramm, die schwersten fast 6 – für einen Weißdorn ist das viel. Sie sind gelb, häufig mit einem rötlichen Anflug auf der Sonnenseite; das Fleisch ist fest und saftig, der Geschmack erinnert an Apfel, süß-säuerlich, und roh ist er am besten, wenn die Frucht voll ausgereift ist. 5 harte Kerne stecken in jeder. In der Türkei werden sie frisch gegessen und vor allem zu Marmelade und Konfitüre eingekocht; hier ergeben sie Gelee, Mus, Kompott und Fruchtleder, und getrocknet halten sie sich über den Winter. Frisch sind sie heikel und wollen bald verarbeitet werden. Dass der Baum fast keine Dornen trägt, merkt man spätestens beim Ernten: Man kann die Früchte einzeln abnehmen, statt sie wie bei den bewehrten Verwandten auf ein Tuch zu schütteln.
Dass er so spät blüht, ist ökologisch sein eigenes Argument: Wenn die Schirme aufgehen, ist die Weißdornblüte sonst schon vorbei – für Bienen, Hummeln und Schwebfliegen eine Nachlese in einer Lücke, und jede einzelne Blüte hält 20 Staubblätter bereit. Die Früchte bleiben bis weit in den Winter am Zweig und werden von Vögeln nach und nach abgetragen, in einer Zeit, in der sonst wenig zu holen ist. Am Naturstandort steht er auf steinigen Kalkhängen zwischen 800 und 1.800 Metern, in lichten Kiefern- und Eichenwäldern: Trockenheit und Kalk sind ihm vertraut, Staunässe nicht. Der Zierwert kommt aus derselben Behaarung, die schon die jungen Triebe filzig macht – sie legt einen silbergrauen Ton über die Krone, und der hält den ganzen Sommer über.
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Der Rainfarnblättrige Weißdorn wächst als Großstrauch oder mittelhoher Baum auf etwa 8 Meter heran und braucht rund 6 Meter Standfläche. Wild kommt er allein in der Türkei vor und sonst auf der Welt nirgends. Die meisten Weißdorne tragen Früchte, die essbar sind und mehr auch nicht; dieser gehört zu der Handvoll Arten, die im Ruf stehen, wirklich gut zu schmecken. Und er trägt reichlich: An seinem Naturstandort wurden zwischen 12 und 25 Kilogramm je Baum gemessen. Die türkische Forschung führt ihn als Yunus-Emre-Weißdorn, nach dem Dichter des 13. Jahrhunderts, dessen Grab in derselben Landschaft liegt. Seinen deutschen Namen verdankt er dem Laub, das so tief zerschlitzt ist wie das Kraut des Rainfarns.
Spät dran ist er mit der Blüte: Erst im Juni öffnen sich die weißen Blüten – 4 bis 8 beieinander in filzig behaarten Schirmen, jede gut 2 Zentimeter breit und leicht duftend – und das gut 3 Wochen lang. Ab Oktober reift dann über 3 Wochen die Ernte. Die Früchte sind 15 bis 24 Millimeter breit und wiegen im Mittel gut 3 Gramm, die schwersten fast 6 – für einen Weißdorn ist das viel. Sie sind gelb, häufig mit einem rötlichen Anflug auf der Sonnenseite; das Fleisch ist fest und saftig, der Geschmack erinnert an Apfel, süß-säuerlich, und roh ist er am besten, wenn die Frucht voll ausgereift ist. 5 harte Kerne stecken in jeder. In der Türkei werden sie frisch gegessen und vor allem zu Marmelade und Konfitüre eingekocht; hier ergeben sie Gelee, Mus, Kompott und Fruchtleder, und getrocknet halten sie sich über den Winter. Frisch sind sie heikel und wollen bald verarbeitet werden. Dass der Baum fast keine Dornen trägt, merkt man spätestens beim Ernten: Man kann die Früchte einzeln abnehmen, statt sie wie bei den bewehrten Verwandten auf ein Tuch zu schütteln.
Dass er so spät blüht, ist ökologisch sein eigenes Argument: Wenn die Schirme aufgehen, ist die Weißdornblüte sonst schon vorbei – für Bienen, Hummeln und Schwebfliegen eine Nachlese in einer Lücke, und jede einzelne Blüte hält 20 Staubblätter bereit. Die Früchte bleiben bis weit in den Winter am Zweig und werden von Vögeln nach und nach abgetragen, in einer Zeit, in der sonst wenig zu holen ist. Am Naturstandort steht er auf steinigen Kalkhängen zwischen 800 und 1.800 Metern, in lichten Kiefern- und Eichenwäldern: Trockenheit und Kalk sind ihm vertraut, Staunässe nicht. Der Zierwert kommt aus derselben Behaarung, die schon die jungen Triebe filzig macht – sie legt einen silbergrauen Ton über die Krone, und der hält den ganzen Sommer über.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Rosengewächse(Rosaceae)
- Gattung
- Weißdorne(Crataegus)
- Art-Syn.
- Rainfarn-Weißdorn, Tanacetumblättriger Weißdorn, Syrischer Weißdorn

