{"product_id":"eberesche-klosterneuburger","title":"Eberesche Klosterneuburger","description":"\u003cp\u003eDie Eberesche 'Klosterneuburger' wächst als mittelhoher Baum auf etwa 12 Meter heran und braucht rund 6 Meter Standfläche; ihre Krone bleibt dabei kegelförmig. Sie kommt aus Klosterneuburg bei Wien, und der Anlass war ein Mangel: Bis 1989 war in Österreich keine Eberesche zu bekommen, deren Früchte verlässlich frei von Bitterstoff waren. Die dortige Lehr- und Forschungsanstalt für Wein- und Obstbau trug deshalb ab 1975 zusammen, was sich auftreiben ließ, und prüfte es im Anbauversuch. Ausgangsmaterial war die Süße Mährische Eberesche. In die engere Wahl kamen 4 Auslesen, durchnummeriert; die vierte trug am meisten und ist die, die heute im Handel steht – daher der zweite Name 'Klosterneuburger IV'. Gedacht war sie für die Obstanlage und dort 17 Jahre lang vermessen; im Hausgarten steht sie inzwischen genauso.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eGeblüht wird im Mai, und die Blüte ist kurz: Nach gut einer Woche ist sie vorbei. Als Klon vermehrt, kommt er mit eigenem Pollen nicht weit – erst der Pollen wild gewachsener Ebereschen hat im Versuch einen brauchbaren Fruchtansatz gebracht. Geerntet wird ab August, über 3 Wochen. Die Früchte sind kugelig, orangerot und bis 1,5 Zentimeter dick, das Fleisch darunter gelborange; bitter schmecken sie nicht. Der Unterschied zur Wildform steckt aber im Gewicht: An diesem Baum wiegen 10 Dolden 2,5 Kilogramm, an einem wilden Sämling 1. Eine einzelne Dolde bringt rund 250 Gramm, und weil an jedem Schnitt so viel hängt, kommt man auf 23 Kilogramm in der Stunde statt auf 14. Was den Ertrag kostet, ist Hitze: In heißen Sommern brach sie in der Versuchsreihe jedes Mal ein. Wer den Vögeln zuvorkommen will, erntet Ende August; wer die Süßreife abwartet, wartet weitere 4 Wochen – dann sind die Früchte süßer und milder. Verarbeitet werden sie zu Gelee, Konfitüre, Saft und Likör; gebrannt geben sie einen Schnaps mit deutlicher Bittermandelnote.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eAnders als die meisten Obstgehölze lebt die Eberesche nicht von der Honigbiene. Sie fliegt die Dolden nur vereinzelt an und bleibt kaum darauf sitzen; wer stattdessen auf den Blüten arbeitet, sind Rosenkäfer und mehrere Wildbienenarten, dazu Glanz- und Mistkäfer. Käferbestäubung ist ein alter Weg, den in Mitteleuropa nur noch wenige Gehölze gehen, und die Eberesche gehört dazu. Für diesen Baum folgt daraus etwas sehr Praktisches: Eine wild gewachsene Eberesche in der Nachbarschaft ist für ihn keine Zierde, sondern die Pollenquelle, ohne die er kaum ansetzt. Was er dann trägt, geht ab dem Spätsommer an die Vögel; sie nehmen ganze Dolden ab, sobald die Farbe steht, und tragen die Samen mit sich fort.\u003c\/p\u003e","brand":"Waldgärtnerei Kyritz","offers":[{"title":"40–60 cm \/ S. aucuparia \/ wurzelnackt","offer_id":57895768850764,"sku":"100010512","price":19.0,"currency_code":"EUR","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0952\/8652\/6284\/files\/100010512-1.jpg?v=1785754445","url":"https:\/\/www.waldgaertnerei-kyritz.de\/products\/eberesche-klosterneuburger","provider":"Waldgärtnerei Kyritz","version":"1.0","type":"link"}